Als Yared Dibaba als Kind mit der Familie auf der Fluchtvor dem Bürgerkrieg in Äthiopien in Norddeutschlandankam, da fühlte er sich lange zwischen zwei Welten. Über die Jahre hinweg machte der nun 57-Jährige Karriere als Entertainer, er singt, schreibt Bücher, moderiert im Radio und im Fernsehen, brachte das Plattdeutsche in emsiger Arbeit auch Nichtschnackern nahe. Obwohl Dibaba sich im Norden zu Hause fühlt, hat er auch Diskriminierung erlebt. Damit setzt er sich jetzt in seinem Buch "Bin da, wer noch?" auseinander. Darin beleuchtet er warmherzig und humorvoll, aber auch tiefgreifend die Felder Identität und Alltagsrassismus und stellt sich die Frage, wie dievielfältige Gesellschaft ein echtes "Wir"-Gefühl schaffenkönnte. Die Antwort gibt Yared Dibaba auf dem RotenSofa.