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Westart

Westart

30 minMagazinDeutschland2026
WDR sobota, 17 października 18:15
Westart aus der Draiflessen Collection in Mettingen Die Draiflessen Collection, ein von der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gegründetes Museum, verfügt über eine hochkarätige Sammlung, zu der beispielsweise Bücher und Zeichnungen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert und Arbeiten der Bildenden Kunst gehören. Im Zentrum der neuen Ausstellung unter dem Titel "Erinnerungen aufschlagen" steht die Fotografie, verknüpft mit der Familiengeschichte, Identität und Erinnerung. Die ausstellenden Künstler spiegeln in ihren Arbeitsweisen die typischen Praktiken des Fotoalbums wider. Sie hinterfragen, wie persönliche Narrative konstruiert werden, wer als Teil einer Familie gilt und wie sozialpolitische oder geografische Umstände diese privaten Geschichten prägen. Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft Olesja Nein, einer der Kuratorinnen der Ausstellung und blättert mit ihr durch Fotoalben. Irrläufer - Was will der weiße Wal im Rhein? - Neue Graphic Novel von Patrick Spät und Sheree Domingo Duisburg, Mai 1966: Im völlig verschmutzen Rhein taucht ein weißer Wal auf. Ganz offensichtlich ein Irrläufer, leben Belugas doch in arktischen Gewässern. Noch am selben Tag beginnt der damalige Duisburger Zoodirektor Dr. Wolfgang Gewalt eine beispiellose Hetzjagd auf den Wal, die ausführlich von Medien und Schaulustigen begleitet wird. Die Ereignisse rund um den verirrten Beluga gelten als wichtiger Wendepunkt der deutschen Umweltbewegung, es erwachte ein öffentliches Bewusstsein für den Tier- und Umweltschutz. In ausdrucksstarken Aquarellzeichnungen rückt das Comic-Duo Sheree Domingo und Patrick Spät den Beluga ins Zentrum seiner Erzählung und nimmt dabei auch die Mentalität der spießigen und selbstherrlichen Wirtschaftswunder-BRD aufs Korn. August Sander 150: Landschaftsgartenprojekt "Im Tal" von Erwin Wortelkamp August Sander, der rund 30 Jahre in Köln gelebt hat, würde in diesem Jahr 150 werden. Der Bildhauer Erwin Wortelkamp hat auf 100.000 Quadratmetern, von Bauern zusammengekauft, seit 1986 eine riesige Naturgartenlandschaft entwi-ckelt, mitten im Westerwald. Das Projekt "Im Tal" zeigt, wie Landschaft durch künstlerische Intervention neu wahrgenommen werden kann, ohne ihre Ge-schichte und Eigenart zu verlieren. Es gibt dort neben vielen anderen Kunstwer-ken einen besonderen Ausstellungsraum, der August Sander gewidmet ist und als weltweit erstes August Sander Museum gilt. Elf Fotografien werden dort prä-sentiert, die im Westerwald entstanden sind und mit den Menschen und der Landschaft dort verbunden sind. Uraufführung: "Ein Übertritt" von Elfriede Jelinek am Schauspiel Düsseldorf "Ein Übertritt", von Elfriede Jelinek zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs verfasst, stellt die Frage nach dem menschlichen Wesen - was also macht uns Menschen im Allgemeinen und im Besonderen aus? Und wo nach dem menschlichen Wesen gefragt wird, ist die Frage nach menschlichen Unwesen nicht weit. Mit Assoziationsreichtum dem sprachlichen Unbewussten auf der Spur, untersucht "Ein Übertritt" Verwandlungen und Verwechslungen, Übertritte von einer Wesensform in die andere. Tiere werden zu Menschen und Menschen zu Bestien, Geister und Wiedergänger erwachen zu neuer Handlungsfähigkeit. Die Möglichkeit eines Übertritts von Diktatur zu Demokratie, von Demokratie zu Diktatur, von Krieg zu Frieden und von Frieden zu Krieg wird sprachkritisch-witzig und finster-orakelnd auf die Probe gestellt. Regie führt der vielfach ausgezeichnete Jelinek-Regisseur Jossi Wieler. Nezaket Ekici erhält den MO_Kunstpreis 2026 Die Performance-Künstlerin Nezaket Ekici erhält den mit 20.000 Euro dotierten MO_Kunstpreis 2026 des Museum Ostwall im Dortmunder U. Ekici, 1970 im tür-kischen Kirsehir geboren, kam als Kind nach Duisburg. Sie war Meisterschüle-rin von Marina Abramović und arbeitet in den Bereichen Performance, Video, Installation und Fotografie. In ihren Werken verbindet sie persönliche Erinnerun-gen oft mit großen Themen wie Migration, Identität, Religion und Geschlechter-rollen. Zu der Auszeichnung gehört eine Ausstellung: Unter dem Titel "Was war, was bleibt" ist sie bis 14. Februar 2027 im MO_Schaufenster zu sehen.
Gatunek
  • Magazin
Kraj produkcji
  • Deutschland
Rok produkcji
  • 2026
Czas trwania
  • 30 min